Seid dem Jahr 2000 trainiere ich Karate und beschäftige mich mit Qigong und Meditation. Ausschlaggebend war das Buch "Siddhartha" von Hermann Hesse und eine von einigen Krisen in meinem Leben. Karate und Meditation halfen mir damals, mich zu stabilsieren und mein 2. Staatsexamen Jura in Düsseldorf zu meistern. In Taiwan habe ich im German-Trade-Office gearbeitet. Bei Sonnenaufgang übte ich vor der großen Hitze Qigong im Park und am Abend lernte ich Shotokan-Karate in einer kleinen Dojo-Halle im Keller einer Volksschule. Niemals werde ich die Freude, die Lebendigkeit und den Spaß im Training vergessen. Und meinen Lehrer Mister Lee, der mir mit auf den Weg gab, dass ich zurück in Deutschland nicht mit dem Karate aufhören sollte. Er sagte: "You have a gift".

Mein Lebensgefühl heute erkenne ich in dem Gedicht, das offenbar von einer unbekannten AutorIn stammt. Ich habe es bei Petra Schmidt (Ki-Karate - Zur Philosophie von Ki, Karate und Kampfkunst) gefunden. Vielen Dank dafür!
"Jeder ist ein Künstler
Lass dich fallen.
Lerne Schlangen zu beobachten.
Pflanze unmögliche Gärten.
Lade jemand Gefährliches zum Tee ein.
Mache kleine Zeichen, die "Ja" sagen und verteile sie überall im Haus.
Werde ein Freund von Freiheit und Unsicherheit.
Freue dich auf Träume.
Weine bei Kinofilmen.
Schaukle so hoch du kannst mit einer Schaukel bei Mondlicht.
Pflege verschiedene Stimmungen.
Verweigerte, verantwortlich zu sein. Tu es aus Liebe.
Mache viele Nickerchen.
Gib Geld weiter. Tu es jetzt. Das Geld wird folgen.
Glaube an Zauberei.
Lache viel.
Bade im Mondlicht.
Träume wilde, phantasievolle Träume.
Zeichne auf die Wände.
Lies jeden Tag.
Stell dir vor, du wärst verzaubert.
Kichere mit Kindern. Hör alten Leuten zu.
Öffne dich, tauche ein, sei frei.
Segne dich selbst.
Lass die Angst fallen.
Spiele mit allem.
Unterhalte das Kind in dir.
Du bist unschuldig.
Baue eine Burg aus Decken.
Werde nass.
Umarme Bäume.
Schreibe Liebesbriefe."
